Kraftvolle Psalmworte 2026

Informationen zu den einzelnen Monaten bzw. zu den Psalmworten, die Kraft vermitteln:

Jänner

Kraftvolle Psalmworte 2026

Foto: Gemsen im Schnee, vom fahrenden Skilift aus fotografiert

Text: Die gånze Welt soi juchitzn fian HERRN. Voller Freid dients eam. Kummts zu eam, singts eam ausglåssn. Psalm 100,1-2

Gedanken dazu: Dieser Psalm wird auch als Dankeslied bezeichnet. Dabei kann oder soll echte Freude mitschwingen. Gute Gründe dafür zählt der Autor in den nachfolgenden Versen auf: siehe auch https://www.bibleserver.com/GNB/Psalm100. Wir sind es vielleicht nicht gewohnt ausgelassen-fröhlich vor Gott zu singen, springen, oder zu stehen – aber wäre das nicht empfehlenswert? Juchizn ist oft ein Ausdruck großer Freude.

Februar

Psalmen Österreich

Foto: Feuerkogel, Ebensee, Abendstimmung

Text: Gånz ruhig werd’ beim HERRN! Wårt bis ER eingreift! Psalm 37,7a

Gedanken dazu: Der Psalmenautor rät hier zu Ruhe spendender Fokusierung auf Gott plus Geduld. Loslassen, still werden, innerlich ruhig werden bei bzw. vor Gott. Mit Vertrauen und Geduld gelingt das in diesem Vers beschriebene Warten. Siehe weitere Gedanken zu diesem Psalm auch hier auf dieser Website.

März

Psalmworte Österreich

Foto: Frühlingsblumen

Text: Gesegnet is wer si fia d’ Schwåchn, d’ Årmen eisetzt. Wånn er selber in Not gråt, nåchert hilft eam der HERR wieder außa. Psalm 41,2

Gedanken dazu: Gesegnet ist wer sich einsetzt für: die Schwachen, die Armen, die Hilflosen. Unterschiedliche Übersetzungen verwenden hier unterschiedliche Wörter für die Person, die Hilfe braucht. Es werden jeweils verschiedene und wichtige Aspekte betont. Grundsätzlich sucht sich niemand Schwäche freiwillig aus. Und, die Meisten von uns können sich nicht an den eigenen Haaren aus einem (echten) Sumpf ziehen 🙂

Blicken wir auf andere runter, grenzen gar aus oder setzen wir uns ein? Schön, dass sich so viele Österreicher für andere einsetzen. Österreich gehört zu den wohlhabensten Ländern der Welt. Selbst die Unterschicht ist hier meist wesentlich reicher als Menschen in Ländern mit geringeren Chancen. Hilfsbedürftigkeit hat aber nicht immer mit Reichtum zu tun, sondern mitunter auch mit Krankheit, lähmender Angst, Schicksalsschlägen, Trauma, Mentalität, Weltanschauung, Wertesystem, nicht idealen Vorraussetzungen usw. Jeder von uns hat also Leute um sich, die wirklich auf die eine oder andere Weise Hilfe brauchen. Im breiteren Kontext (der gesamten Bibel) haben wir freilich in erster Linie Pflichten uns um Nahestehende ordentlich zu kümmern (macht eh fast jeder) – zusätzlich ist es wichtig über den Tellerrand zu blicken, vertiefend siehe dazu die Seligpreisungen (Lukas 6,20-49).

Vergelt ‘s Gott: Der Autor teilt hier seine Beobachtung mit uns, dass Gott den Helfer nicht im Stich lässt, wenn dieser eines Tages selber Hilfe brauchen sollte.

Musik mit inspiriernden Worten findest du hier.

April

Kalender Österreich

Foto: junger Igel

Text: ER heilt die Menschn, die am Ende san. ER kümmert si um ihre Wundn. Psalm 147,3

Gedanken dazu: Liebe heilt. Gott ist Liebe. Mit Liebe heilt unser Gott Verletzungen, Wunden, die auf die eine oder andere Weise vor kurzer oder langer Zeit entstanden sind. Sogar dann, wenn wir stachelig sein sollten.
Heilt Zeit Wunden? Echte Liebe funktioniert besser, keine Frage. Den gesamten Psalm findest du z.B. auf https://www.bibleserver.com/GNB/Psalm147

Mai

Christlicher Kalender Österreich

Foto: Riegersburg, Steiermark

Text: Übern HERRN gfrei di! Er gibt da gern, wås’ da von Herzn wünscht. Psalm 37,4

Gedanken bzw. Fragen, die zum Nachdenken anregen: Was wünschen wir uns? Über was oder wenn freuen wir uns? Welche Freude hat Bestand – in 3 Monaten, in 50 Jahren? Freude an der Beziehung zu Gott und über seine Freundlichkeit wird nicht kaputt wie so Manches andere.

Gibt Gott nur das Nötigste zum Überleben, z.B. Wasser und Brot? Jetzt, oder erst im Himmel? Menschen geben Ihren Kindern normalerweise Gutes. Gott übertrifft dieses Verhalten – locker. Er gibt seinen Kindern sicher gerne, auch wenn dies nicht immer Überfluß bedeuten muss (der einem womöglich nicht immer gut tut). Er möchte jedenfalls, dass wir glücklich sind. Die Freude an Gott kann uns nicht genommen werden.

Musik mit inspiriernden Worten findest du hier.

Juni

Dialekt Kalender Österreich

Foto: relativ große Karstquelle, Gosau

Text: Er håt ‘n Felsn verwåndlt in an See. Wo zerst gråd hårter Stoan wår, håt er Wåsser fiarasprudln låssn. Psalm 114,8

Gedanken dazu: Unmögliches wird bei Gott möglich. Wo kein Wasser vorhanden ist, kann Gott dennoch mit Wasser versorgen. Das schafft Leben – viel Grund zur Freude.

Faszinierend ist die beeindruckende Karstquelle am Foto. Ein leeres Bachbett füllt sich mit einer rauschenden Menge an Wasser, wie aus dem Nichts. Symbolisch stellt dieses Foto hier dar, dass bei Gott nichts unmöglich ist.

Juli

Regionalsprache Kalender

Foto: Baum am Wasser

Text: Der Gerechte is so wie a Bam beim Wåsser, der Jåhr fia Jåhr Frucht trågt. Seine Blattln verwelkn ned. Bei oim wås er tuat, håt er Erfoig. Psalm 1,3

Gedanken dazu: Der Gerechte hat es gut, selbst wenn die Bedingungen schwieriger werden. Er steht ja direkt beim Wasser. Wer ist gerecht? Wer strebt nach fairen, gerechten Verhaltensweisen, wer kann als gottsuchend und in diesem Sinne als gerecht bezeichnet werden? Wer hält sich von Schwindel, Betrug, Ausnutzung, respektlosem Verhalten, gesellschaftsschädigenden Werten fern? Wer strebt nach Werten, die Gott als gut bezeichnet?
Die an dieser Stelle näher beschriebene Person wird in Vers 1-2 beschrieben. Hier kannst du den gesamten Psalm lesen:
https://www.bibleserver.com/GNB/Psalm1

August

Mundart Österreich Kalender

Foto: Wolfgangsee Umgebung

Text: Der HERR lebt! Er is mei Fels, den i verehr. Hoch erhobm sei Gott, mei Retter. Psalm 18,47

Gedanken dazu: Dieser Vers ist Teil eines Dankesliedes. In erster Linie freut sich Gott über ehrlich gemeinten Dank. Und wir kennen wahrscheinlich zudem auch Aussagen wie: „Danken schützt vor Wanken, loben zieht nach Oben“ oder „Danken hat eine positive Auswirkung auf unser Denken, fördert Zufriedenheit und Vertrauen, macht stark und glücklich“. Unser Vertrauen in Gott wird gestärkt, wenn wir ihm danken. Man kann sich vorstellen, dass es dafür nicht ausreicht Gott einmal im Jahr zu danken. Richten wir unseren Fokus auf die guten Dinge, die Gott getan hat, anstatt zu grübeln.

Musik mit inspiriernden Worten findest du hier.

September

Regionaljuwel Kalender

Foto: Bad Goisern

Text: Der HERR håt Freid mit Leit, die eam respektvoll gehorchn, mit Leit, die mit seiner Liebe und Treu fix rechnen. Psalm 147,11

Gedanken dazu: Der HERR hat Freude an Leuten, die ehrfürchtig sind. Ehrfurcht – was ist das genau? Respektvolles Gehorchen haben wir hier verwendet um diesen Aspekt auszudrücken. Es geht hier nicht um pure Angst vor Gott oder blinden Gehorsam, sondern darum Gott so zu respektieren, dass man seine Worte auch gerne befolgt. Der nächste Satz hebt die Liebe dabei deutlicher hervor.
Der HERR hat Freude an Leuten, die mit seiner … fest rechnen. Hier kann man Gnade, Güte, Liebe, Treue einsetzen um die Bedeutung des ursprünglichen Wortes zu beleuchten. All diese Eigenschaften sollten wir Gott also fest zutrauen. Wir dürfen ganz fest damit rechnen, dass er uns mit solcher tiefen Liebe begegnet.

Mehr Musik findest du hier.

Oktober

Foto: Hallstatt vom Salzberg

Text: Ehrts ’n mit ’n Klång von Blåsinstrumentn und Zupfinstrumentn a. Ehrts ’n mit Trommeln und Freudntånz, mit Saitninstrumentn sowie Flötn und mit Schlåginstrumentn inklusive Tschinelln. Psalm 150,3-5

Gedanken dazu: Die höchsten Töne für Gott! Erwähnt werden hier verschiedene Instrumente aus den Kategorien der Blasinstrumente, Saiteninstrumente und Rythmusinstrumente. Historisch gesehen haben die meisten Instrumente früher etwas anders ausgesehen als heute. Im wesentlichen Sinne geht es hier wohl kaum darum, welches Instrument ganz genau eingesetzt wurde oder wird. Hauptsache, Gott wird von Herzen gelobt, auch mit einer Vielfalt an Instrumenten.

November

Foto: Fuscher Lacke – absolut Windstill, Großglockner Hochalpenstraße

Text: Er håt d‘ Gfåhr beseitigt, der Sturm und d’ Welln håbm si glegt. Då wårns dånn wirkli froh wia ‘s still wordn is. In’ sicheren Håfn håt er s’ bråcht. Psalm 107,29-30

Gedanken dazu: Gott kann den Sturm stillen, davon ist hier auch im alten Testament schon die Rede. Wie sieht unser Sturm aus?

Der Herr hat die Leute aus der Gefahr geführt, in den Hafen, an den Zielort. Für mehr Kontext siehe https://www.bibleserver.com/GNB/Psalm107

Musik mit inspiriernden Worten findest du hier.

Dezember

Weihnachten Dialekt Österreich

Foto: Dachstein, Hallstätter Gletscher

Text: Guat is des: dir dånkn, HERR und Loblieder auf di singa, o höchster Gott. Psalm 92,2

Gedanken dazu: Gott danken macht Freude, schenkt Zufriedenheit! „Des kånn wås.“

Weitere Notizen zu kraftvollen Psalmworten findest du auch hier.

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